#gedankenkotze #milfs

MILFCafé – ein Name mit Erklärungsbedarf

15. Oktober 2017

„Hey Mädels, wir sollten Blogger werden!“

„Gute Idee! Wir brauchen nur noch einen Namen!“

„Wie wäre es mit… Heiße MILF mit Honig!“

„Neee.. das ist zu sexistisch. Lieber was netteres.“

„Milfcafé! So wie Milchkaffee, nur mit MILF! Quasi ein Ort zum entspannen, verweilen und Kaffeetrinken für unsere Leserinnen, die den selben Humor haben, wie wir!“

Und alle so: „Abgesegnet!“

Stifler’s Mom aus American Pie

MILF. Seit dem Teenie-Film „American Pie“ und der Rolle von „Stifler’s Mom“ den Meisten ein geläufiger Begriff.
An dieser Stelle möchte ich kurz zum allgemeinen Verständnis ein Zitat meiner hochgeschätzten Website des Vertrauens, die mich durchs Studium begleitet hat, wiedergeben.
Vorsicht, enthält jedoch Kraftausdrücke:

„Mom I’d Like to Fuck in Kurzform MILF, ist ein umgangssprachlicher, Ausdruck für attraktive Frauen mittleren Alters, die aus der Sicht junger, aber auch älterer Männer und Frauen eine attraktive Sexualpartnerin darstellen. Das männliche Äquivalent ist der DILF (Dad I’d like to fuck).“ (www.wikipedia.de)

Selbstverständlich stößt dieser Name immer wieder auf Missverständnis, was durchaus zu verstehen ist, wenn man uns nicht kennt. Denn unsere alteingesessenen Instagram-LeserInnen (P.S.: Wir lieben euch!) wissen, dass wir uns am Liebsten selbst auf die Schippe nehmen und das mögen sie an uns.
Und das können wir auch am Besten, denn wir wissen, dass niemand perfekt ist – und schon gleich nicht als Mutter.

Man stößt öfter als je zuvor an seine Grenzen, sowohl körperlich als auch geistig.

Man trägt Verantwortung, hat Ängste, die nie zuvor da waren. Man soll für das Kind da sein, jedoch am besten auch gleichzeitig Arbeiten und nicht nur „zu Hause faul rumsitzen“. Man soll die Kinder lieben, aber nicht zu sehr verwöhnen. Das Haus soll sauber sein, denn immerhin ist man ja zu Hause und hat Zeit all die Aufgaben des Alltags ganz nebenbei zu erledigen. Man soll mit dem Kind auch mal nach draußen gehen, bestenfalls um Kontakte mit anderen Müttern zu pflegen, aber auch nicht den ganzen lieben langen Tag irgendwo Kaffee trinken (…außer im Milfcafé natürlich!).

UND VOR ALLEM
(und das ist jetzt besonders wichtig, deswegen schreie ich euch in Großbuchstaben förmlich an)
SOLL MAN SICH NICHT GEHEN LASSEN!

Man soll ja immer noch attraktiv für seinen Partner sein, denn die Beziehung ist ebenfalls noch genau so wichtig wie ohne Kind und der Mann soll sich ja keine neue, jüngere suchen.

Was man nicht alles soll. Ein- und ausatmen darf man übrigens auch nicht vergessen.

Wie man das alles schaffen soll, das sagt einem niemand. Aber all diese Punkte stehen auf einer unsichtbaren To-Do-Liste, die uns die Gesellschaft aufgebrummt hat, die einen nehmen sie mehr ernst, die anderen weniger. Aber sie schwirrt ständig über unseren Köpfen, man vergleicht sich mit anderen und bekommt immer mehr Druck.

Und daher kommt auch, dass für viele Nicht-Mütter oder Nicht-Eltern, vor allem in jüngeren Generationen eine „Mutti“ negativ konnotiert ist, was wir keinesfalls für gut heißen. Eine „MILF“ hingegen ist schön, geheimnisvoll, sexy und verrucht. Eine „MILF“ begehrt man, sie weiß was sie will.
Wir nutzen den Begriff sogar untereinander als Kompliment, für andere Mamas, die wir toll finden.

Auch wir vom Milfcafé fühlen uns als Mutter natürlich oft unverstanden, ausgebrannt und müde. Wir sehen meistens aus wie gerade aufgestanden, haben Augenringe oder wünschen uns nur eine einsame Insel zum verstecken vor all den Aufgaben des Alltags – und manchmal möchte man neben dem Mutti-Dasein auch mal MILF-sein. Nicht für irgendwen, nein. Für uns. Für uns allein, als Balsam für die Seele, als Belohnung für alles, was wir den lieben langen Tag meistern und erreichen.

Oft sind wir jedoch meilenweit von unserem Ziel entfernt und wirklich NIEMAND, der bei klarem Verstand ist, würde uns als MILF bezeichnen, schon gleich nicht wir selbst.

Wir bewundern jede einzelne Mama da draußen, denn was ihr leistet, können nur Mamas verstehen. Was ihr oft durchmachen müsst, können nur andere Mamas verstehen. Wir müssen und sollten grundsätzlich zusammenhalten, denn wir sitzen im selben Boot, jede von uns auf eine eigene Art und Weise.

Und gerade im Social-Media-Bereich sind es die Mamas, die ihren ehrlichen, unbeschönten Alltag mit uns teilen, aus denen wir neue Kraft schöpfen. Quasi MILFs. „Mom I like to follow“.
Und wir hoffen, dass ihr unsere Namenswahl jetzt noch ein Stückchen besser nachvollziehen könnt.

Denn wie schon unser Slogan sagt: „Dieser Blog kann Spuren von Ironie enthalten“.


Eure Simone 

(Im Namen aller MILFs)

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4 Comments

  • Reply Dankema 15. Oktober 2017 at 19:59

    Ich bin Milfcafe-Fan – kenne zwar ehrlich gesagt bisher nur Bianca 😅 aber der Rest von eurer Truppe schau ich mir jetzt auch mal was genauer an 😉

    Macht genau weiter so !

  • Reply juuleslittleworld 17. Oktober 2017 at 9:55

    Super geschrieben! Wir Mamas müssen eben zusammenhalten! Weil ihm Endeffekt geht‘s doch allen gleich 😀 Liebe Grüße, Jules

  • Reply Julia 25. Oktober 2017 at 16:03

    Geiler Name! Geiler Artikel. Geile MILFS! ☺ Bin ganz bei euch mit dem, was ihr schreibt und aussagt! Liebe Grüße

  • Reply Claudia Braunstein 4. November 2017 at 10:58

    Ich bin bald zweifache Oma, bin ich jetzt sozusagen eine GILF? Schöner, humiriger Blog. Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

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