#gedankenkotze

Do it for the Children – Gemeinsam gegen Gewalt an Kindern

1. Juli 2017

Gewalt gegen Kinder .. ein schreckliches Thema

.. ein Thema, das mir schwer am Herzen liegt, ja das mir auf der Seele brennt, weil ich es nicht verstehen kann, nicht begreife wie so etwas sein kann. Heute in unserer so scheiß aufgeklärten Zeit. In der jedem klar ist, dass man lieben darf und sollte, wen man will, frei und ungestört und in der 10% der deutschen Bevölkerung aus Liebe und gegen Gewalt an Tieren auf den Fleischkonsum verzichtet.

Wir alle haben Moralvorstellungen. In einigen Punkten mögen sie sich unterscheiden, doch in vielerlei Punkten sind wir uns einig.

Zum Beispiel, dass Gewalt scheiße ist oder dass Männer keine Frauen schlagen dürfen und dennoch passiert es: häusliche Gewalt- täglich, bei deinen Nachbarn, deinen Freunden, sogar den netten Arbeitskollegen mit denen man gerne mal einen heben geht.

Besonders häufig von häuslicher Gewalt betroffen ? Die kleinsten unserer Familienmitglieder! KINDER – davon 81% unter 3 Jahren.

Wenn ein Kind zu Tode misshandelt wurde, sind wir uns alle einig, bestürzt und bedrückt, doch gerade einmal 33% der Eltern erzieht gewaltfrei – ohne einen “Klaps auf den Hintern” oder “hier und da mal eine Ohrfeige”.

Schon lange frage mich wie das sein kann…Ja, bereits lange bevor Milan auf die Welt kam, war ich ein absoluter Gewaltgegner, nicht nur weil ich so aufgezogen wurde, mir beigebracht wurde, dass Respekt vor jedermann das wichtigste Gut überhaupt ist, sondern auch, weil ich in meinem Freundeskreis gesehen habe, wie schwer Kinder unten den “harmlosen Kläpschen” ihrer Eltern leiden mussten.

Was mich mit zunehmendem Alter jedoch immer mehr verstört , ist die Einstellung meines Umfeldes.

Ich hörte Sätze wie “Wir wurden als Kinder regelmäßig geohrfeigt und aus uns ist auch was geworden” und “du bist ein verweichlichtes Sozialpädagogenkind, eine Ohrfeige hier und da hätte dir bestimmt auch nicht geschadet!”

Regelmäßig sind solche Diskussionen ausgeartet. Jetzt wo ich selbst Mutter bin, mein Kind anschaue, es toben, schlafen, spielen sehe, mit ihm lache, bin ich untröstlich. Wie kann man nur die Hand gegen sein kind erheben? Natürlich, bringt ein Kind einen oft an die psychischen und physischen Grenzen, ja ein Kind zu erziehen ist nicht immer leicht und mit Sicherheit werde ich mich in den vielen kommenden Jahren das ein oder andere Mal zur Weißglut getrieben fühlen, doch dennoch:

es gibt viele Optionen mit solchen Situationen umzugehen: Sein Kind zu schlagen ist und bleibt dabei allerdings keine!

Umso weniger Verständnis habe ich für mein Umfeld, den oft brutalen Umgang mit Kindern, auch in harmlosen Situation, für verbale und physische Entgleisungen seitens der Erziehungsberechtigten, kein Verständnis für eine “jeder so wie er eben erziehen möchte”- Einstellung. ” Ist doch nicht deins! Kann dir doch egal sein!” “Nein! Und das sollte es dir auch nicht!”

Diese kleinen Wesen, egal wie groß sie sein mögen, sind nicht nur unsere Zukunft, sondern auch unsere SCHUTZbefohlenen, es ist unsere Aufgabe sie zu behüten, nicht sie zu züchtigen und mit Schlägen zu beherrschen.

Warum ich das schreibe? Weil ich hoffe damit einige Menschen sensibilisieren zu können, darauf aufmerksam zu machen hin – und nicht wegzusehen. Ich möchte unsere Reichweite hier nutzen um zu sagen:

Gewalt gegen Kinder ist nicht okay. Gewalt gegen Kinder ist nicht tolerierbar, kein Spielraum eines autoritären Erziehungsstils, den wir anderen Eltern lassen sollten.

Greift ein! Macht den Mund auf und meldet Vorfälle: egal ob im Supermarkt, auf dem Spielplatz, im Kindergarten oder im Bekanntenkreis. Das mag Überwindung kosten und sicherlich auch mal unangenehm sein, und dennoch: Schaut bitte nicht weg, schützt die Kleinsten unserer Gesellschaft davor Opfer ihrer eigenen Familie zu werden!

Do it for the Children!

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