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Sternenkind Trace

11. Mai 2017

Ich war gerade 21 und frisch mit meinem jetzigen Mann zusammen als wir erfuhren ich sei schwanger. Für mich stand es niemals zur Debatte eine Kürettage durchführen zu lassen. Also entschieden wir uns trotz der Umstände. dass wir kaum 6 Wochen zusammen waren für das Kind.

Alles schien perfekt, bis der 05.01.2015 vor der Tür stand. Ich hatte keine Probleme während der Schwangerschaft, ich habe alles getan damit es unserem Baby gut geht, meine Vitamine genommen und sogar mit dem Rauchen aufgehört. Doch ich wusste, dass etwas nicht stimmt als die Ärztin den Monitor nicht herumdrehte, um uns unser Baby zu zeigen.

Ich fragte was los sei, und sie flüsterte, dass das, was sie sehe nicht normal ist. Sie konnte nicht sagen, was unserem Sohn fehlt und so wurden wir in das Klinikum nach Hamburg geschickt. Nach langen Untersuchungen die sich über Tage hinzogen, stand es fest:

Unser Sohn litt an “hydrops fetalis”, wasserödeme überfurchteten seinen kleinen Körper. Doch so schlimm die Diagnose war, man sagte uns es bestünde die Chance, dass sich diese wieder zurückbildeten.

Eine Woche später wurden wir wieder ins Krankenhaus bestellt. Und da die Schocknachricht. Das Wasser befand sich nicht nur an, sondern auch in seinem kleinen Körper. Magen, Lungen und das Herz, alles voller Wasser. Sie sagten mir die Überlebenschance für unser Kind läge bei 0,1%, doch wir könnten es versuchen. Und das taten wir, wir gaben alles, um ihn zu retten.

Eine Mutter gibt ihr Kind nicht auf, auch wenn die Überlebenschance bei einer so geringen Prozentzahl sehr unrealistisch ist.

Ich bekam Tabletten mit nach Hause und zwei Tage später musste ich wieder ins Krankenhaus. Mittlerweile hatten wir den 23.01.2015. Die Ärzte erklärten mir ganz genau, was nun passieren würde.

Unser Baby würde punktiert werden, durch die Bauchdecke hindurch -Eine pränatale Operation.

Ich lag dort, völlig hilflos und bei vollem Bewusstsein, mein Freund im Rücken und 4 Ärzte vor mir. Weitere stürmten in den Raum ohne zu fragen, als wäre es eine Attraktion, doch mir war es egal, ich wollte das man unser Kind rettet. Doch dann, Herzstillstand. Ich wusste nicht, was los war, konnte mich nicht bewegen, war fixiert wegen der Nadeln in meinem Bauch. Ich hörte nur wie mein Freund anfing zu weinen und dann die Ärzte, die ihre Köpfe hoben und sagten: “Es tut uns sehr leid, wir haben nicht einmal angefangen – das Herz war einfach zu schwach.”

So lag ich dort, mit einem toten Baby im Bauch und meine Welt brach mit jedem weiteren Atemzug ein Stück mehr zusammen.

Als nächstes, teilten mir die Ärzte mit, mussten sie einleiten. UInter diesen Umständen dauerte die Geburt 32 Stunden, doch dann war er da. Kein Geschrei, sondern pure Stille im Raum, obwohl so viele Leute da waren. Niemand sagte etwas, sie gaben mir dieses winzige kleine Wesen in meine Arme und ich sah ihn an. Er war perfekt, alles war so normal, er sah aus wie ein ganz normales Baby, nur klein und dick.

Wir hatten ihn den ganzen Tag bei uns. Dann mussten wir dann Abschied nehmen.

Heute wärst Du 2 1/2 Jahre alt und es gibt keinen Tag an dem ich nicht an dich denke. Ich weiß du beschützt uns alle von dort oben aus.

Handemadecardscux

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