#fürmehrrealität

Umbau Teil II – Wir kämpfen uns durch!

8. Juli 2018

Lange war es ruhig um die #chrizzillas, was einfach daran lag, dass der Umbau uns ziemlich forderte.

Mittlerweile sind einige Monate ins Land gezogen, um genau zu sein sind es zehn Monate Umbau an der Zahl. Seit zehn Monaten leben wir in einem Haus, das bis vor Kurzem einer Ruine glich.

So oft fragte man mich, wie ich es da drin aushalte? Um ehrlich zu sein, ich weiß es bis heute nicht so genau. Mit viel Humor und Ausdauer kann man vieles schaffen, aber es gab auch Abende, an denen ich heulend im Bett saß und mir wünschte, wir hätten doch einfach nur neu gebaut. Ich weiß, auch bei Neubauten läuft nicht alles rund, aber man wohnt zumindest nicht zwischen Bauschutt und Mörtel.

Was gibt es Schlimmeres, als auf einer Baustelle zu wohnen? Ja genau, mit einem Zwei-Jährigen auf einer Baustelle zu wohnen!

Immer wenn ich dachte, dass er gerade brav in seinem Zimmer spielt und ich mal in Ruhe ein Fenster von Putzresten und Farbe befreien könnte, da hörte ich es scheppern. Wahlweise wurde ein Bobby-Car die Treppe runtergeworfen, die Trinkflaschen fanden den Weg nach unten auf ähnliche Art und Weise. Aber wer konnte es ihm verübeln, schließlich sah er täglich, wie alle Handwerker Papier, Folie und andere Dinge so nach unten beförderten.

In der ersten Zeit wollten wir ihn nicht mal in den Garten lassen, denn die Angst war groß, dass er sich eine Scherbe oder einen Nagel in den Fuß tritt. Der Garten glich wirklich einem Schrottplatz und war wochenlang nicht benutzbar. Mittlerweile wachsen hier Tomaten, im Herbst rückt ein Bagger an, denn leider muss auch hier alles umgegraben werden. Wir freuen uns sehr, alles neu anzulegen und im nächsten Sommer in einem schönen Garten zu sitzen.

Was hat sich mittlerweile getan in der Villa des Schreckens?

Badezimmer 1. Obergeschoss:

Unser Bad im 1. Obergeschoss, also dieser Schutthaufen in meinem ersten Beitrag, ist nun endlich benutzbar. Nach vier Monaten ohne Bad und tägliches Duschen bei meiner Mutter, die Gottseidank ganz in der Nähe lebt, sind wir stolze Besitzer einer begehbaren Dusche (inkl. Fußbodenheizung). Die zahlreichen Pflegeartikel haben es mittlerweile sogar in einen Schrank geschafft, es ist ein Waschtisch vorhanden, es geschehen also wirklich noch Wunder. Als es endlich so weit war, verbot ich Chris, das Bad zu benutzen – ich wollte die Erste sein,  die es entweiht, schließlich habe ich die meiste Zeit allein hier gelebt!

Kinderzimmer: 

Die Schlafzimmer und das Spielzimmer von #lordscheisserchen sind zu 80% eingerichtet, jedoch müssen hier die Nischen für die Heizkörper noch gedämmt und verputzt werden. Es fehlen zwei neue Heizkörper und Vorhänge, aber dann sind wir wirklich fertig in diesen Zimmern.

Atelier & Flure: 

Achtung Werbung: das vorherige Atelier der Vorbesitzerin wurde von mir in ein Büro und eine Nähzimmer umgewandelt. Hier nähe ich alle Bestellungen für mein eigenes Label Milli Wonka, mache Ablage, schreibe Rechnungen und was man halt noch so macht, wenn man selbständig ist.

Der Parkettboden ist abgeschliffen, die Fußbodenleisten sind größtenteils angebracht, aber das Allerschönste ist: unsere Wände, die wir unter 4 Schichten Tapeten gefunden haben, sind endlich verputzt und erstrahlen nun erstmal in weiß. Auf Farbe haben wir nach tagelangem Tapetenkratzen schlicht und einfach keine Lust, wobei ich schon über ein schönes Blau für den Treppenaufgang nachdenke. Das Thema bespreche ich lieber erst nächstes Jahr mit Chris.

Gäste-WC:

Hab ich euch schon erzählt, dass das Gäste-WC auch fast fertig ist? Es fehlen Regale und ein Unterschrank und dann kann ich da endlich dekorieren. DEKORIEREN! ENDLICH!

Wie geht es weiter?

Aktuell haben wir das Wohnzimmer in Grund und Boden gestapft. Wir haben wieder mal Tapeten gerissen, Heizungsnischen gedämmt und verputzen lassen, neue Heizungen gekauft und zur Stunde schlägt Chris Schlitze in die Wände für die neue Elektroverkabelung. Sobald die Kabel gezogen sind, wird verputzt und der Boden geschliffen. Ich freu mich so dermaßen auf ein Wohnzimmer mit Essbereich. Nach langer Zeit endlich wieder an einem Tisch essen und mal auf der Couch kuscheln. Und Fernsehen!!!

Kommt da etwa noch mehr? Ja, aber sicher! 

Leider ja, denn die nächsten Projekte sind definitiv der Garten und die Küche. Sobald diese Projekte mal abgearbeitet ist, widmen wir uns dem Bad und dem wunderschönen Raum im 2. OG, das wir dann irgendwann unser Reich. Im 1. Obergeschoss bauen wir einfach Kameras an die Treppe, damit wir auch wirklich mitkriegen, wenn sich unser Sohn in 13 Jahren mal rausschleichen will.

 

Das war mein kleiner Einblick in unseren Umbau für euch! Wie ihr seht, hat sich viel getan, jedoch haben wir noch viel Arbeit vor uns. Die Hoffnung besteht, dass ich euch in ein paar Monaten das fertige Wohnzimmer zeigen kann, schließlich soll es bis September fertig gestellt sein!

Eure Milla

 

 

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