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Zu zweit allein: Eltern im Kuschelhotel

13. Februar 2019

Die erste Nacht im Hotel nur zu zweit war durchaus seltsam. Ein schüchterner Blickwechsel, gefolgt von kurzen, verschwiegenen Momenten. Dann: Smalltalk. Man spricht über das ausgezeichnete Abendessen, die geschmackvolle Zimmereinrichtung. Das Thema “Kind” versucht man zu vermeiden, auch wenn es sich nie ganz vermeiden lässt.

Das, was einen mehr verbindet als ein Stück Edelmetall am Finger, kombiniert mit einer offiziellen Unterschrift vor einem Standesbeamten – ein gemeinsames Potpourri aus DNA und dem Familiennamen – kann gleichzeitig für Distanz zwischeneinander sorgen. Kinder treiben kleine, süße, lustige und wunderschöne Keile in die einst romantische und zärtliche Beziehung ihrer Eltern. So ist das, so war das schon immer und so wird es immer sein. Naturgesetz? Ja. Aber man kann, nein, mann MUSS dem ganzen vorausschauend entgegenwirken.

Ich sage jetzt nicht, dass ich es jemals auch nur eine Millisekunde bereut habe, dass wir uns fortgepflanzt haben. Selbst in den aufbrausendsten Sturmböen der Trotzphase habe ich nie an der Entscheidung gezweifelt, eine Familie zu gründen. Maximal an meinem Verstand, aber nie an dieser Entscheidung.

Und jetzt kommt das Wörtchen “aber” – ABER manchmal frage ich mich, was wir in den 7 Jahren vor der Geburtsstunde des lebenden Keuschheitsgürtels eigentlich so “getrieben” haben. Und wie oft. Und wie laut. Und so weiter. Es scheint, als wäre das Kind schon immer da und was vorher einmal gewesen ist, verblasst und die Erinnerungen werden schwächer.

An unserem jüngsten Jahrestag mit einem fast Dreijährigen dann der Entschluss: wir nehmen uns ein Wochenende Auszeit und fahren weg. Das Kind wird bei Oma und Opa währenddessen auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und wir hauen einfach mal ab. Nachdem die letzten beiden Kurzurlaube des Jahres in kinderfreundlichen Familienhotels stattfanden, musste Kontrastprogramm her. Irgendwas ohne Kinder. Es hätte wohl auch ein Steinbruch getan, aber es gab da noch etwas auf unserer To-Do-Liste, mit dem wir schon seit Jahren liebäugelten.

Es hätte wahrscheinlich auch ein ruhiges Wochenende in den eigenen vier Wänden getan. Aber ihr wisst ja, wie das zu Hause so ist. Dann mistet man plötzlich die Schränke aus, macht nur noch kurz die Wäsche oder beschließt, sich sein Pfandflaschen-Erbe auszahlen zu lassen. Der Alltag lauert zu Hause in jeder Ecke.

Ich sag’s mal so: verklemmt waren wir noch nie. Und wenn man seinen Partner und sich selbst so liebt, wie man ist und beide noch einen Puls haben, gehört Sex einfach dazu. Punkt. Wir fuhren also in ein “Kuschelhotel”, genauer gesagt ins “Maiers”.

Für die unbefleckten unter euch: Herzlich willkommen im Milfcafé, Mösi mein Name, wir sprechen von einem Hotel, das auf eine erotische, aber stilvolle Atmosphäre für Paare ausgelegt ist. Macht schnell die Vorhänge zu, damit der Nachbar nicht sieht, auf welchen Seiten ihr euch rumtreibt, macht euch ne Tasse Milfkaffee und es euch gemütlich, denn ich erzähle euch jetzt mal, wie es in einem “Kuschelhotel” so aussieht. Spoiler-Alarm: Wir hatten eine Liebesschaukel auf dem Zimmer.

Aufgeregt stiegen wir also aus dem Auto. Hier waren wir also, im österreichischen Loipersdorf, vorm Maiers Kuschelhotel. (Werbung).
Hier wollten wir bereits Jahre zuvor nach dem Standesamt ein paar Tage die Hochzeitsnacht.. äääh Hochzeitsreise genießen. Damals waren wir zu spät dran und nun standen wir endlich hier – allerdings wie die Ochsen vorm Berg.

Früher wären wir wahrscheinlich bereits während des Check-Ins übereinander hergefallen und der Rezeptionist hätte Kameramann gespielt.
Diesmal lief die Ankunft anders ab. Zuerst einmal wurden die Zimmer inspiziert – ja, Plural. Wir hatten eine Suite in der man sich verlaufen konnte, inklusive privatem Spa mit Infrarot-Sauna auf dem Zimmer, begehbarem Kleiderschrank, mehreren Balkonen, einem wunderschönen, großen Bett und es wurde uns sogar das perfekte Dinner mit einer Flasche Wein aufs Zimmer gebracht. Romantik pur. Wir hatten uns beide aufgehübscht und nun saßen wir da und aßen in Ruhe.

Und da beginnt für junge Eltern bereits die erste Herausforderung. Wie soll mann denn in Ruhe essen, ohne dass jemand motzt, weil das Essen nicht schmeckt? Ohne dass jemand im Radius von 3 Metern seine Beilagen auf dem Boden verteilt? Wie? WIIIE?

Es war leise. Beinahe unangenehm leise. Wie die Ruhe vor dem Sturm. Wir wussten, dass wir die nächsten 48 Stunden hier verbringen würden und das völlig ungestört. Unsere Synapsen brauchten einfach nur Zeit um diese Tatsache zu verarbeiten. Wir legten uns schlafen und ließen uns von niemandem wecken, ausser der Sonne am nächsten Tag.

Start your day right

Ungewohnt ausgeschlafen begann der nächste Morgen. Die Großeltern ließen uns wissen, dass alles in Ordnung sei und uns ein paar Fotos zukommen. Wir brauchten ein wenig Kind-Content um wirklich abschalten zu können, so paradox das klingt. Nach ausgiebigem Frühstück, heißem Kaffee und frisch gepressten Säften verschlug es uns wieder aufs Zimmer, bevor wir am Nachmittag zu unserer Paar-Massage antreten mussten, die wir im Vorfeld gebucht hatten.

Und dann begann langsam aber sicher ein unfassbar wichtiger Prozess.
Wir kamen nicht nur körperlich, sondern auch geistig im “hier” und “jetzt” an. Wir realisierten, wo wir sind, weshalb wir hier waren und wie lange diese Zweisamkeit bereits keine Selbstverständlichkeit mehr war. Wir fanden Gesprächsthemen fernab vom Alltag. Kein “das muss noch erledigt werden” oder “hast du die Rechnung schon bezahlt?”.

Gemeinsames Lachen über Erinnerungen, Pläne für kommende Urlaube, gemütlicher Kaffee im Bett aus der eigenen Maschine auf dem Zimmer. BAM! Da war es plötzlich wieder, dieses Gefühl. Dieses vertraute Gefühl, den anderen zu kennen wie seine Westentasche und der Wunsch, dieser Person nah zu sein. Wer jetzt denkt, das hätte man doch in einer langen Beziehung ständig, den korrigiere ich gern. Man nimmt seinen Partner wahr, man lebt zusammen in einem Haushalt und man trinkt durchaus gemeinsam Kaffee oder isst zu Abend. Aber wann habt ihr euch das letzte Mal intensiv und ausschließlich auf euren Partner und dessen Gedanken und Wünsche fokussiert? Dem anderen zu zeigen, dass man ihn oder sie liebt, auf Augenhöhe, während man gemeinsam einfach nichts tut? Das ist wahrer Luxus und die wertvollste und einzig nötige Grundlage für eine glückliche Kindheit eurer Kinder.
Nehmt euch Auszeiten. Tankt neue Energie. Das tut nicht nur euch gut, sondern auch den Kindern.

Wie zur Hölle kriege ich jetzt die Kurve zur Liebesschaukel, verdammt? Und wo bleibt die versprochene Erotik? “Ich will mein Geld zurück!” denkt ihr? Ok, ok. Ich habe verstanden.

Gut, ihr wollt Action. Bekommt ihr. Nach unserer geistigen und körperlichen Ankunft (sowie Zusammenkunft, hihi) machten wir uns auf den Weg durch unsere Zimmer der Suite. Hier gibt es für Paare einiges zu entdecken. In unserem Zimmer gab es neben dem großen Bett noch ein zusätzliches Wasserbett, eine Infrarot-Sauna, eine Poledance-Stange und eine kleine Box mit Toys, die man hätte kaufen können.

Ich beherrsche leider keine Poledance-Künste und würde wohl eher aussehen wie ein menschlicher Dönerspieß. Das habe ich meinem Mann also erspart.

An der Rezeption kann man sich ebenfalls in einer großen Vitrine viele verschiedene, erotische Wünsche erfüllen. Das Angebot reicht vom Massageöl über Filme bis hin zu einem speziellen Aufsatz für den Duschkopf, wenn ihr versteht, was ich meine ;)

Alle Angestellten sind dabei stets diskret und professionell. Man bekommt keine Sekunde das Gefühl vermittelt, man sei ein Perversling, selbst wenn man einer ist. Eine Flasche Sekt als Geschenk des Hauses steht immer auf dem Zimmer bereit, die ist allerdings zum TRINKEN gedacht, wollte ich nur nochmal betont haben. Ihr wisst ja: Vakuum und so weiter, nicht dass noch jemand ins Krankenhaus kommt und sagt, die Alte vom Milfcafé wäre schuld.

Es gibt verschiedene Zimmerkategorien, sowie “Features”, nach denen man sein perfektes Zimmer finden kann. Die einen wollen einen Whirlpool auf dem Zimmer, die nächsten vielleicht ein rundes Bett – für jeden Geschmack findet sich hier das ideale Hotelzimmer. Auf kitschige “Mottozimmer” wird hier gänzlich verzichtet. Das Maiers bietet 4-Sterne-Superior-Komfort mit einer Prise Sexyness.

Und die Liebesschaukel? Das überlasse ich jetzt eurer Fantasie. Schrödingers Liebesschaukel, wurde sie getestet? Oder eher nicht?
Probiert sie doch am besten einfach selbst aus – Denn bis 31.03. gibt es für alle Neugierigen und Auszeit-Bedürftigen noch 15% Rabatt mit dem Code “simone15%”. ;)

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